Wussten Sie schon, was Sie niemals mit Walnussöl machen sollten?

Walnussöl besteht zu circa 9 % aus gesättigten Fettsäuren aber zu 18% aus einfach ungesättigten und 73% aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Außerdem enthält es Vitamine der B- und E- Gruppe. Die Zusammensetzung macht das Öl sehr gesund, aber auch empfindlich. Fehler bei der Lagerung, der Handhabung oder der falsche Einsatz des Öls schaden den wertvollen Inhaltsstoffen.

Dunkel und kühl, statt hell und warm

Fettsäuren sind weitgehend unverzweigte Kohlenwasserstoffketten mit einer sogenannten Organylgruppe. Als ungesättigt bezeichnet man Fettsäuren, die eine oder mehrere Doppelbindungen in der Kette haben. Diese Verbindungen neigen zum aufbrechen, wenn das Öl mit Sauerstoff in Berührung kommt. Die Reaktion benötigt Energie, die sie aus der Wärme der Umgebung bezieht oder aus Licht. Ein hochwertiges Walnussöl verliert daher seine positiven Eigenschaften, wenn das Öl an einem warmen hellen Ort steht. Auch viele Vitamine zersetzen sich unter dem Einfluss von Licht.

Daher darf die Flasche nie in der warmen Küche stehen und auf keinen Fall an einem sonnigen Ort. Das gilt auch, wenn der Hersteller das Walnussöl in eine dunkle Flasche gefüllt hat. Der beste Platz ist der Kühlschrank. Auch eine kühle Speisekammer ohne Fenster ist als Aufbewahrungsort geeignet.

Kontakt mit Sauerstoff vermeiden

Walnussöl ist perfekt für die kalte Küche

Walnussöl ist perfekt für die kalte Küche

Ungeöffnet hält Walnussöl zwischen 6 und 12 Monaten, wenn es kühl und dunkel steht. Diese Zeit verkürzt sich drastisch nach dem Öffnen. Dies gilt besonders, wenn

  • die Flasche längere Zeit geöffnet stehen bleibt
  • das Öl in der Flasche geschüttelt wird
  • nach dem Umfüllen in ein anders Behältnis

Aus diesem Grund ist es wichtig, die Flasche sofort nach dem Entnehmen des Walnussöls zu verschließen und sie so wenig wie möglich zu bewegen. Rühren, auf den Kopf stellen oder schütteln vermischen Öl und die in der Flasche befindliche Luft. Das Öl wird sehr schnell ranzig.

Füllen Sie niemals einen Ölrest aus einer Flasche in eine neue und geben Sie auch nie einmal entnommenes Öl zurück in die Flasche. Neben Sauerstoff gelangen so auch Keime in das Walnussöl. Es wird schnell ungenießbar.

Am besten nur kalt verwenden

Braten und Frittieren Sie niemals mit Walnussöl

Braten und Frittieren Sie niemals mit Walnussöl

Die beschriebenen Prozesse laufen bereits bei geringer Erwärmung schneller ab. Doch was geschieht wenn Sie das Öl in einer Pfanne erhitzen?

Bei jedem Öl gibt es eine kritische Temperatur, bei der sich ungesättigte Fettsäuren in Transfettsäuren verwandeln. Das heißt: Die Wasserstoffatome in der Kohlenstoffkette ordnen sich anders an. Obwohl es sich nur um eine andere Gestaltung des Moleküls handelt, hat dies große Auswirkungen. Die positiven Eigenschaften der ungesättigten Fettsäuren verschwinden. In diesem Temperaturbereich können sogar toxische Stoffe entstehen.

Die Verwandlung des Öls in ein gesundheitsschädliches Produkt findet unter Rauchentwicklung statt. Daher wird diese kritische Temperatur aus als Rauchpunkt bezeichnet. Er liegt bei Walnussöl sehr niedrig, es beginnt bereits bei 120° sich zu zersetzen.

Verwenden Sie das Öl aus diesem Grund für die kalte Küche. Verfeinern Sie damit Salate oder geben Sie ein paar Tropfen auf gekochte Nudeln. Das hochwertige Walnussöl ist eigentlich auch zum Kochen zu schade, zersetzt sich dabei aber nicht. Zum Braten oder gar Frittieren dürfen Sie dieses Öl nie verwenden. Sie zerstören es bei diesen Temperaturen völlig.


Wussten Sie schon, was Sie niemals mit Walnussöl machen sollten?
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