Ist Walnussöl zum Braten geeignet?

Ganz klare Antwort: Nein. Kaltgepresstes Walnussöl hat einen sehr niedrigen Rauchpunkt und entwickelt ab etwa 160° C gesundheitsschädliche Transfette. Die Zerstetzungsprodukte bei zu hoher Hitze stehen sogar im Verdacht krebserregend zu sein.

Walnussöl kann trotzdem bedingt zum Kochen oder Dünsten genutzt werden. Geben Sie das Öl beim Kochen gegen Ende dazu, sind Sie auf der sicheren Seite und Geschmack und Vitamine bleiben weitestgehend erhalten.

Öle und Fette haben ganz unterschiedliche Rauchpunkte. So bezeichnet man die Temperatur bei denen flüchtige Komponenten verdampfen. Hierbei kann das giftige und umweltschädliche Acrolein entstehen.

Wenn Sie sich in der Pfanne ein Steak anbraten, entstehen auf dem Boden der Pfanne Temperaturen um die 210° C . Sie können ein wenig tricksen und den Rauchpunkt Ihres Walnusöls heraufsetzen, indem Sie es zum Beispiel zu gleichen Teilen mit raffiniertem Sonnenblumenöl vermischen.

Es gibt sogenannte High-oleic-Öle, die , obwohl kaltgepresst, zum Braten geeignet sind. Speziell gezüchtete Sonnenblumensorten (aber auch Raps- und Distelsorten), die einen höheren Ölsäureanteil (ungesättigte und einfach gesättigte Fettsäuren) haben. Achten Sie beim Kauf auf Bio-Qualität, damit Sie unerwünschte Pestizidrückstände weitestgehend vermeiden.

Sie möchten nicht lesen? Dann lassen Sie sich den Text jetzt einfach vorlesen

Ist Walnussöl zum Braten geeignet?
Bewerten Sie diese Seite


Für diesen Beitrag sind die Kommentare geschlossen.